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Ende der materiellen Wirtschaft?

Von Daniel am 6. April 2010

In einem Essay auf Spiegel Online belegt Stefan Schultz mit interessanten Fakten die Notwendigkeit, natürliche Ressourcen effizienter zu nutzen. Eben nicht nur, um die Umwelt an sich zu schonen, sondern insbesondere um überhaupt die Menschheit versorgen zu können:

In seinem “Bericht zur Lage der Welt 2010” schreibt das [Worldwatch] Institut, dass ein durchschnittlicher Europäer 43 Kilogramm Materialien wie Metalle, Lebensmittel oder Öl verbraucht – täglich. Ein Amerikaner bringe es gar auf 88 Kilogramm. Würden alle Erdenbewohner wie US-Bürger leben – der Planet könnte gerade 1,4 Milliarden Leute ernähren. Der Rest der gut sieben Milliarden Menschen auf der Erde müsste verhungern.

Stefan Schultz motiviert und beschreibt, dass große und kleine IT-Unternehmen substanziell zur Nachhaltigkeit beitragen können und beitragen. Er rechnet vor, wie durch die Dematerialisierung – im Wesentlichen Medien-Digitalisierung – Energie und CO2 eingspart werden.

Mit der Aussage und seinen Beispielen hat er prinzipiell recht. lend.ly geht dabei aber noch einen Schritt weiter. Mit dem digital gestützten Verleih der Sachen, die wir alle besitzen, erweitern sich die Möglichkeiten der Ressourcenschonung auf alle in unserer Gesellschaft vorhandenen Güter, die nicht beim ersten Gebrauch verzehrt werden. Teile dein Werkzeug ohne Verlustfrust mit anderen und spare Edelstahl. Leih dir ein Zelt, einen Schlafsack, eine Iso-Matte aus für den einmaligen Camping-Ausflug und erspare uns allen, dass sie für einen staubigen Lebensabend auf deinem Dachboden produziert werden.

Das ist nicht das Ende der materiellen Wirtschaft, aber der Anfang eines bewussteren Umgangs mit den Dingen, die uns gegeben sind.